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Der richtige Luftdruck
Der richtige Luftdruck
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Der richtige Luftdruck
Fahren mit zu geringem Luftdruck ist der wohl am häufigsten auftretende Fehler im Umgang mit dem Fahrrad. Der richtige Luftdruck ist von so entscheidender Bedeutung, dass wir ihm ein eigenes Kapitel ganz oben widmen:

Butyl Schläuche sind sehr luftdicht, aber dennoch verliert jeder Schlauch im Laufe der Zeit etwas Luft. Deshalb müssen Sie vor jeder Fahrt den Luftdruck erneut überprüfen und ggfs. erhöhen. Erst der richtige Luftdruck sorgt für einen leichten Lauf Ihres Rades. Er schützt außerdem vor Reifenpannen, Beschädigungen der Felgen und verlängert die Lebensdauer der Reifen. Auf der Reifenflanke ist entweder nur der maximal zulässige Luftdruck angegeben, oder ein empfohlener Bereich von einem minimal bis maximal zulässigen Wert. Da der maximal zulässige Luftdruck meist als zu hart und unkomfortabel empfunden wird, hat sich als optimal ein etwa 10 % geringerer Luftdruck herausgestellt, also z. B. 4,5 Bar anstatt 5,0 Bar. Leichtere Personen (unter 60 kg) können diesen Wert ggfs. um weitere 10 % unterschreiten, schwere Personen (über 90 kg) sollten sich eher an den maximalen Wert halten. Der minimale Wert ist für die Praxis kaum zu empfehlen, es sei denn Sie sind besonders leicht und fahren auf besonders glattem Untergrund ohne Unebenheiten. Generell ist innerhalb des empfohlenen Bereichs ein etwas höherer Reifendruck auf hartem Untergrund, wie z. B. auf Asphalt, von Vorteil, während ein etwas niedrigerer Luftdruck besser für das Fahren im Gelände geeignet ist. Pumpen Sie die Reifen nicht über den maximal empfohlenen Wert auf; er könnte platzen oder von der Felge springen.

Mit herkömmlichen Handpumpen ist es oft schwierig, den nötigen Luftdruck zu erreichen. Wir empfehlen daher unbedingt die Anschaffung einer guten Standpumpe mit Manometer, um den Luftdruck genau überprüfen zu können. Haben Sie, z. B. nach einer Reifenpanne unterwegs, keine Standpumpe mit Manometer zur genauen Luftdrucküberprüfung zur Hand, pumpen Sie Ihren Reifen so hart auf, dass Sie ihn nur schwer mit dem Finger eindrücken können.

TRENGA DE verwendet ausschließlich Sclaverandventile (SV), die verlässlichste Funktion und Dichtigkeit bieten. Bei diesem Ventiltyp müssen Sie zunächst die Staubschutzkappe aus Kunststoff entfernen. Zum Aufpumpen des Schlauches wird der innere Ventilkopf leicht herausgeschraubt (ca. 3 Umdrehungen) und einmal kurz auf die Ventilstange gedrückt, bis ein kurzes Zischen der Luft die Freigängigkeit des Ventiles signalisiert. Drehen Sie den Kopf nach dem Aufpumpen wieder leicht fest. Zu starkes Zudrehen kann das Dichtungsgummi des Ventiles beschädigen. Setzen Sie abschließend die Ventilkappe wieder auf das Ventil.

Achtung:
Zu geringer Luftdruck bedeutet nicht nur eine Gefahr für das Laufrad, sondern vor allem eine zusätzliche Anstrengung für den Fahrer durch mehr Reibung zwischen Reifen und Untergrund. Zu geringer Luftdruck führt darüber hinaus zu mangelnder Bodenhaftung und damit zu unsicherem Fahrverhalten, aber auch zu vorzeitigem Verschleiß. Durchschläge (“Snake Bite”) sind oft Folge eines zu geringen Luftdrucks.